Die beste Methode zur persönlichen Weiterentwicklung ist Meditation - Rolf Lutterbeck

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Die beste Methode zur persönlichen Weiterentwicklung ist Meditation

Eine "tiefgehende" Meditation ist aus meiner Sicht die wichtigste Selbstmanagement-Methode und wichtigster Teil einer Integralen Lebenspraxis, wenn ich mich bewusstseinsmäßig weiterentwickeln will. Mit "tiefgehend" meine ich Meditationsformen, die den Zugang zum "inneren Zeugen/Beobachter" trainieren wie
  • z.B. Beobachtung des Körpers und allem was gerade jetzt ist,
  • Beobachtung des Atems [ohne diesen zu verändern],
  • Beobachtung der Gedanken [die einfach vorüberziehen],
  • Kontemplation,
  • rezitieren eines Mantras [Wort ohne Bedeutung wie z.B. so-le-dam]..),
  • und mehr,
und einen schließlich in die "Stille" oder "Leere" des All-Eins führen.

Natürlich sind auch Spaziergänge in der Natur, sanfte Meditations-Musik hören, geführte Meditationen, Qigong, Tai-Chi, Wellness, Massagen, etc. entspannend und führen einen in subtile Räume - aber nicht in den "leeren", kausalen Raum des All-Eins-Seins.

Wirkung: Meditation beeinflusst die Hirnströme. Während der Meditation sind anfangs vermehrt Alphawellen (typisch für wachen, aber entspannten Zustand) und Thetawellen (Tiefenentspannung) zu messen. Bei sehr tiefen Meditationen sind Deltawellen im Bereich von 0,1 bis 4 Hertz (wie im formlosen Tiefschlaf) messbar. Während der Meditation werden vermehrt Endorphine freigesetzt. Diese körpereigenen Substanzen lösen Glücksgefühle aus und senken die Schmerzempfindlichkeit. Der gesamte Stoffwechsel ist während der Meditation verlangsamt. Der Herzschlag reduziert sich, der Blutdruck sinkt und die Atmung wird regelmäßig und tief. Auf Dauer fördert Meditation somit auch die Gesundheit. Durch den täglichen Zustandswechsel in eine kausale, angstfreie Wahrnehmung erlebe ich die Welt mit der Zeit völlig anders, in völliger Gelassenheit und Ruhe und mit immer weniger Angst.

Anwendung: Wer Meditation lernen möchte, sollte dies als Neuling am besten in einer Gruppe unter Anleitung eines erfahrenen Meditationslehrers tun, damit man sich auch über seine neuen Erfahrungen und Fragen austauschen kann. Eine weitere Möglichkeit ist der Besuch eines mehrtägigen Retreats (siehe z.B. Integrale Retreats).

Man kann Meditation auch autodidaktisch lernen (z.B. Atemmeditation, s.u.). Es gibt inzwischen Hunderte von Büchern (Achtung: es gibt viele nur "nette" Bücher). Bei ungewöhnlich Zustandserlebnissen sollte man jedoch unbedingt mit einem erfahrenen Meditierenden oder einem spirituellen Coach reden. Bei psychischen Störungen sollte man vorher mit seinem Therapeuten sprechen, ob eine Meditation sinnvoll ist, da in der Meditation Verdrängtes an die Oberfläche kommen kann.

Beispiel Atem beobachten: Setz Dich aufrecht hin, beide Füße stehen auf dem Boden. Das Schließen der Augen erleichtert meistens die Konzentration. Beobachte nun Deinen Atem, wie Du ein- und ausatmest (ohne den Atem dabei zu verändern). Zähle die Atemzüge (am entspannendsten beim Ausatmen) von 1 bis 10 und beginne dann wieder bei 1. Wenn die Aufmerksamkeit abschweift (das ist völlig normal), dann beginne auch wieder bei 1. Mache dies 15 bis 20 Minuten ein- bis zweimal täglich.
Westliche Formen: Inzwischen gibt es neben den "klassischen", meist östlichen (traditionell-konservativen) Formen, die sehr wirkungsvoll sind (wenn man sich auf die traditionelle Form einlassen kann), auch spannende "Neuentwicklungen" wie Brainwave Entrainment und Big Mind-Prozess. Mehr dazu in meinen Coachings, den Integralen Retreats, speziellen Meditations-Workshops oder in meiner integralen Ausbildung.
Integrales Winterretreat bei Selters
Scobel: 3 Beiträge über Achtsamkeit
Artikel
Es gibt inzwischen viele Artikel über Meditation. Und spannende Beiträge in YouTube und der 3Sat-Mediathek von Gerd Scobel. Hier noch ein Interview mit Ken Wilber über "Stufen der Meditation" (aus Collected Works  Volume 4, S. 356f. Shambhala 1999).
Big Mind-Prozess (von Genpo Roshi)
Der Big Mind/Big Heart-Prozess ist eine Kombination aus Voice-Dialogue (nach Hal und Sidra Stone) und Meditation, die unter Anleitung eine Facilitators (Moderators) in einer Gruppe erfolgt. Der Moderator geht in einen Dialog mit verschiedenen sog. Stimmen (oder auch Teilpersönlichkeiten eines Menschen, wie z.B. der Kreativteil, der Skeptiker, das innere Kind, der Sinnsucher, etc.), in die sich jeder Gruppenteilnehmer mit einer kleinen Körperbewegung "reinversetzt". Innerhalb einer Stunde sind häufig über 90 Prozent der Gruppe im kausalen "Big Mind"-Zustand (der innere "Buddha", den jeder in sich hat). Auch ohne Meditationsvorerfahrungen. In diesem bewussten Zustand, in dem man jede Nacht während des Tiefschlafs unbewusst ist, erlebt man völlige Zeitlosigkeit und Grenzenlosigkeit, ein Gefühl von Leere (absolutes Nichts, im Sanskrit "Nirvana" genannt)...

Entwickelt wurde der Prozess vom amerikanischen Zen-Meister Genpo Roshi, der auch mehrere Bücher dazu geschrieben hat. In Youtube sind eine Vielzahl von Videos zu finden (siehe rechts). Hier z.B. eine kurz Einführung mit deutscher Übersetzung von Andreas Schröder https://www.youtube.com/watch?v=Sbc3h8C1MGU.
Erleben kann man den Prozess bei verschiedenen Seminaren: beim Meditations-Workshop im Januar, im Rahmen meiner integralen Ausbildung (während IH2) oder bei meinen Retreats (meist im Oktober auf Mallorca).
Einstieg in den Big Mind-Prozess
Brainwave Entrainment
Wer meditiert, kommt nach einiger Zeit in tiefschlafähnliche (erholsame, angstfreie, kausale) Zustände, was anhand der Gehirnströme messbar ist. Ich kann diesen inneren Prozess mit äußerlich messbaren veränderten Gehirnwellen auch "umdrehen", indem ich durch spezielle "Geräusche" das Gehirn von außen in einen tieferen Zustand bringe (Alpha, Theta bis Delta) und dabei innerlich tiefe Zustandserfahrungen mache. Dabei unterscheidet man vereinfacht zwischen Titeln mit monauralen Beats, bei denen die entsprechende Frequenz ("wubbernd") hörbar ist (über Lautsprecher möglich, Beispiel siehe rechts), und binauralen Beats, bei denen das linke und rechte Ohr über Kopfhörer unterschiedliche Frequenzen hört - z.B. 100 Hz und 110 Hz - und sich das Gehirn dann nach einigen Minuten auf die Differenz einschwingt, in diesem Beipiel also 10 Hz = Alpha-Zustand. Für binaurale Beats braucht man gute Kopfhörer mit einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hertz.

Es gibt inzwischen verschiedene Anbieter, wie Hemisync (Monroe Institute), Holosync (Centerpointe, Achtung: teuer) und seit einigen Jahren mein Favorit iAwake, weil ich den Gründer John Dupuy als seriösen Integralen Therapeuten kennen gelernt habe. Probieren Sie die Profound Meditation einfach mal aus, am besten ein paar Wochen täglich 20 Minuten. Eine kostenlose Demoversion ist über den Profound-Button (Bild rechts) oder hier downloadbar. Empfehlenswerte Alternativen sind die Heartwave-Meditation oder Deep Delta (40 Minuten, über Lautsprecher möglich). Noch tiefer geht Infinity. Hier bevorzuge ich Stream of Infinity.

iAwake bietet auf Soundcloud einige Beispiele an, wie z.B. eine 20 Minuten-Demo von Profound oder 9 Minuten von Heartwave (am besten über Kopfhörer oder sehr gute Lautsprecher): Oder laden Sie sich kostenlose Demos von iAwake runter.
Hier kostenlos 20 Minuten Profound Meditation Program downloaden
Hier können Sie eine kostenlose Demo einer Brainwave-Entrainment-Meditation runterladen. Die Dauer ist 20 Minuten und reicht für eine tägliche Meditationspraxis.
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